Prüfungsordnung der RHS Hessen Ost e.V.

 1. Allgemeines

 2. Zulassung

 3. Haftung

 4. Aufgaben des PL

 5. Aufgaben des PR

 6. Beurteilung

 7. Gültigkeitsdauer

 8. Nachbearbeitung

 9. Unterordnung

10. FL 1

11. FL 2

12. Beurteilung der Prüfung

13. Hinweise zur Suche

 

1. Allgemeines

Prüfungen werden ganzjährig durchgeführt. Der Prüfungsleiter kann bei Verhältnissen, die die Sicherheit maßgeblich beeinflußen, die Prüfung ab oder unterbrechen.

Die Prüfung teilt sich in einem theoretischen und praktischen Teil auf.

Die Prüfung  FL 1 ist jährlich zu wiederholen, Prüfung FL 2 ist 2 Jahre gültig.

Die Prüfung 2 baut sich auf FL 1 auf. 

Alle Ergebnisse von Prüfungen, Besuch von Pflichtkursen und freiwilligen Weiterbildungsmaßnahmen, sowie Kopie von Impfschutz ( Hund ) sind Bestandteile des Leistungsheftes. Dieses ist bei jeder Prüfung vorzulegen.

2. Zulassung

Die Zulassung zur Prüfung ist abhängig von der Genehmigung des Ausbilders der Staffel. Hund und Hundeführer müssen den geistigen und körperlichen Anforderungen genügen.

Heiße Hündinnen können an der Prüfung teilnehmen, sind am Schluß zu prüfen.

Krankheitsverdächtige Hunde sind auszuschließen.

Die Hunde müssen Komplettimpfung vorweisen und haftpflichtversichert sein.

Der Versicherungschein ist vorzulegen.

Hunde müssen bei der Prüfung mindestens 18 Monate alt sein.

3. Haftung

Prüflinge und sonstige Beteiligte nehmen an den Prüfungen auf ihre eigene Verantwortung teil, unter Ausschluß jeder Haftung der veranstaltenden Gruppe. Der Teilnehmer verzichtet vorbehaltlos auf Ansprüche.

4. Aufgaben des Prüfungsleiters

Die Aufgabe des Prüfungsleiters besteht darin, den Ablauf der Prüfung zu organisieren. Der Prüfungsleiter nimmt keinen Einfluß auf das Prüfungsergebnis. Der Prüfungsleiter führt im Einzelnen folgende Aufgaben durch :

– Festlegung des Prüfungsgebietes

– Bestellung der Hilfskräfte

– Einholung der notwendigen Genehmigungen

– Überwachung der Durchführung der Prüfung

– Kontrolle der Papiere

– Kontrolle der Prüfungsbögen

5. Aufgaben des Prüfers

Der Prüfer hat fair und nachvollziehbar zu prüfen. Benachteiligungen jeglicher Art sind ausgeschlossen. Das Urteil ist nicht korrigierbar. Er teilt die vorgeschlagenen Suchgebiete ein und überprüft zusätzlich die Sicherheit nach Maßgaben der gesetzlichen Unfallversicherung.

Er kann zusätzliche Bestandteile in die Prüfung integrieren, wenn Hundeführer und Hund eine klare Beurteilung sonst nicht zulassen.

6. Beurteilung

Die Prüfung ist bestanden oder nicht bestanden.

Sollte das zu prüfende RH- Team die Leistung für FL 2 nicht erbringen, aber die Leistung für FL 1 erbringen, liegt es im Ermessen der Prüfers, daß Team als FL1 einzustufen.

7. Gültigkeitsdauer

Die RH ( FL 2 ) Prüfung muß zur Erhaltung der Einsatzfähigkeit alle zwei Jahre wiederholt und bestanden werden. Die Prüfung ( FL 1 ) muß jährlich wiederholt werden.

8. Nachbereitung

Nach der Prüfung wird dem Hundeführer das Prüfungsergebnis mitgeteilt.

9. Unterordnung

Alle vorgestellten Hunde laufen die Gehorsamsübungen ( Sitz/ Platz/ Fuß/ Ablegen/ Gruppe ) im Rahmen der Teamprüfung.

Bei diesem Prüfungsbestandteil ist immer das Temperament und rassespezifischen Eigenheiten des Hundes zu berücksichtigen.

10. FL 1

Der Hund soll in einem Suchgebiet von ca. 50.000 qm 0-2 Personen suchen, finden und verweisen. Die Fläche des Suchgebietes kann je nach Schwierigkeitsgrad verändert werden. Suchzeit: 30 Minuten. Die Suchzeit endet mit der Angabe des Standortes und der Situationsbeschreibung durch den Hundeführer an den Prüfer. Sie beginnt wieder, wenn der Hund erneut zur Suche angesetzt wird. Verweisarten: Lang anhaltend bellend bis der Hundeführer beim Hund und der vermißten Person ist. Frei verweisend, wobei der Hund den Hundeführer direkt zur vermißten Person zu führen hat. Die Verweisungsart ist vom Hundeführer vor der Prüfung anzugeben.

11. FL 2

Der Hund soll in einem Suchgebiet von ca. 100.000 qm 0-3 Personen suchen, finden und verweisen. Die Fläche des Suchgebietes ist je nach Schwierigkeitsgrad zu verändern. Suchzeit: 60 Minuten. Die Suchzeit endet mit der Angabe des Standortes und der Situationsbeschreibung durch den Hundeführer an den Prüfer. Sie beginnt wieder, wenn der Hund erneut zur Suche angesetzt wird. Verweisarten: Lang anhaltend bellend bis der Hundeführer beim Hund und der vermißten Person ist. Frei verweisend, wobei der Hund den Hundeführer direkt zur vermißten zu führen hat. Die Verweisart ist vom Hundeführer vor der Prüfung anzugeben.

12. Beurteilung der Prüfung

Jede Kategorie der Suche ist mit einem erwünschten, einem mittleren und unerwünschten Verhalten des RH- Teams zu bewerten. Das Temperament und rassespezifische Eigenheiten des Hundes sind zu berücksichtigen.

Bewertet werden:

– Aufnahme des Situationsberichtes und Kontrolle der Ausrüstung

– Ansetzen des Hundes

– Taktische Maßnahmen

– Kommandogabe während der Suche

– Ablenkung während der Suche

– Anzeigen des Hundes

– Verhalten und Maßnahmen des Hundeführers ( Erste Hilfe/ Funk )

Sollte der Hund, durch besondere situationsbedingte Gegebenheiten, auf eine andere, als die angebene Verweisart anzeigen, so liegt es im Ermessen des Prüfers, dies zu akzeptieren. Dabei wird vom Prüfer auch das „Lesen“ des Hundes vom Hundeführer bewertet.

13. Hinweise zur Suche

Wichtiger Bestandteil aller Prüfungen ist die ordnungsgemäße Abwicklung der Informationskette und einzuleitenden Hilfsmaßnahmen nach Auffinden einer Person. Bei der Suche von mehr als einer Person beginnt die Suchzeit erneut wieder, wenn Prüfer das Eintreffen der Rettungskräfte bestätigt und der Hundeführer das Ansetzen des Hundes an den Prüfer meldet. Die Suche kann zur Versorgung von Hund und Mensch unterbrochen werden. Die Unterbrechung der Suche und das erneute Ansetzen ist dem Prüfer zu meldet. Zu jedem RH- Team gehört mind. ein Helfer. Dieser muß bereits über Erfahrungen als Helfer besitzen und die Pflichtkurse abgelegt haben. Der Helfer kann Aufgaben vom Hundeführer zu gewiesen bekommen. Hundeführer und Helfer dürfen nicht im selben Gebiet 2 mal tätig werden, auch wenn die Funktion wechselt. Versteckpersonen sind auszutauschen. Sie haben sich so zu verhalten, wie der Prüfer vorgibt.

Hunde, die Versteckpersonen verletzen, werden sofort ausgeschlossen.

Versteckpersonen tragen normale Kleidung. Sie dürfen keinerlei Geruchsträger, Sigmalmittel und Funkgeräte bei sich führen. Täuschungsversuche, auch von Versteckpersonen, bedeuten das Nichtbestehen der Prüfung.

Prüfungen werden bei jeder Witterung durchgeführt. Hinsichtlich der Sicherheit ist der PL verantwortlich.

Das Urteil ist unanfechtbar.  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.